Das Assistenzhundegesetz und seine Auswirkungen

Seit 1.Jänner 2015 ist die Änderung des Bundesbehindertengesetzes in Kraft. Endlich existieren auch die Servicehunde und die Signalhunde offiziell. Das bedeutet aber auch, dass diese Hunde so wie die Blindenführhunde die Qualitätsprüfung mit dem Trainer und die Teamprüfung mit dem neuen Hundeführer ablegen müssen.

Alle Hunde, die vor dem 31.12.2014 im Behindertenpass eingetragen waren, bleiben auch weiterhin Assistenzhunde, gleich, ob sie die Eintragung mit Prüfung oder nur aufgrund einer Bestätigung der Ausbildungsstätte erhalten haben. Für die Hunde, die schon vor dem 1.1.2015 bei ihrem Hundeführer waren, aber nicht eingetragen wurden, hat das Sozialministerium eine Übergangsregelung geschaffen.

Es besteht die Möglichkeit, dass Assistenzhundehalter/innen, die über keine Zusatzeintragung ihres Assistenzhundes in den Behindertenpass verfügen, eine Beurteilung beim Messerli Forschungsinstitut beantragen. Diese Hundeführer müssen nur die Teamprüfung ablegen. Die Übergangsfrist endet mit 31.12.2015

Das bedeutet, dass alle Hunde, die als Assistenzhunde verkauft wurden, aber nicht in den Behindertenpass eingetragen wurden, nur dann als Assistenzhunde gelten, wenn sie die Prüfung nachholen - ausgenommen geprüfte, aber noch nicht eingetragene Blindenführhunde - deren HundeführerInnen können die Eintragung ohne weitere Formalität bis 31.12.2015 nachholen.

Da es bisher keine Evidenz für die Hunde gab, weiß niemand, wer die Hundeführer sind - außer ihren Ausbildungsstätten und die haben offenbar die Hundeführer nicht rechtzeitig informiert, dass die Eintragung von entscheidender Bedeutung ist. Wir können den betroffenen Hundeführern nur dringend empfehlen, so bald wie möglich die Prüfung nachzuholen - vielleicht ist es noch nicht allen bewusst, dass ihre Hunde rechtlich nur als gewöhnliche Haushunde gelten und sie die Sonderrechte für Assistenzhundeführer derzeit nicht in Anspruch nehmen können. Wegen der Prüfung können Sie sich direkt an das Messerli-Institut wenden.

Kondolenz für Frau Nationalratspräsidentin Barbara Prammer

Bild:Die Assistenzhundeführer im Parlament

Bild:Übergabe der Unterschriften

Die beiden Bilder zeigen Frau Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und einige Vorstandsmitglieder des Vereins „Freunde der Assistenzhunde Europas“ inklusive deren Assistenzhunde bei der Übergabe der Unterschriftenlisten unserer Bürgerinitiative, die sich für die Definition von Service- und Signalhunden im Bundesbehindertengesetz ausspricht

Mittlerweile hat der Nationalrat das Bundesbehindertengesetz entsprechend geändert und und die Änderung wird mit 1.1.2015 in Kraft treten

Der Vereinsvorstand der „Freunde der Assistenzhunde Europas“

Weltweit erste Studie über Blindenführhundegeschirre

Ein Blindenführhund trägt beim Führen ein Brustgeschirr mit einem steifen Bügel, damit sein Besitzer die Bewegungen des Hundes gut spüren kann. Die Hunde gibt es seit 1916, niemand wusste jedoch genau, welche Auswirkungen ein solches Brustgeschirr über längere Zeit auf den Hund haben könnte. Wir haben uns eine solche Studie viele Jahre lang gewünscht - endlich wurde sie Wirklichkeit. Wir freuen uns und sind sehr stolz darauf, dass wir an dieser Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien teilnehmen durften, sowohl praktisch als auch durch finanzielle Unterstützung.

Es sind aber noch einige Fragen offen. Wir hoffen, dass es unseren Wissenschaftlern gelingt, die Studie weiter zu führen, zum Wohle der Hunde und ihrer sehbehinderten Besitzer.

Letztes Update: 08. 04. 2015


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